Jul
07
Die Wehrhaftigkeit der Bürger von 1504 setzte sich in den nachfolgenden Jahrhunderten in den Schützengesellschaften fort. Daraus entstanden im 18. und 19. Jh. die Bürgerwehren und Milizen, deren Uniformierung in der napoleonischen Zeit ihren Höhepunkt hatte.
Der Tag begann für einige von uns sehr früh, denn gegen 09:00 Uhr fand die Ökumenische Morgenfeier der Bürgerwehren mit Totenehrung statt, an welcher wir mit einer Fahnenabordnung zugegen waren.
Alle übrigen Kameraden als auch die Bürgerinnen fanden sich gegen 12:30 Uhr in Bretten ein und genossen teils mittelalterliche Speisen, bevor wir uns zum eigentlichen Höhepunkt, dem Festzug durch die Innenstadt, aufmachten. Dieser startet nach dem Schäfersprung um 14.30 Uhr am Marktplatz, welcher mit drei Böllerschüssen angekündigt wird. Erstmals (seit Jahren) gingen wir mit mir als Trommler an den Start und natürlich umgab mich entsprechendes Lampenfieber, aber ich kannte den Parademarsch in und auswendig und so fing ich wie gewohnt mit den Einzelschlägen an, um auf der Geraden auf den Marsch zu wechseln.
Das gelang auch ganz gut, allerdings waren vor und hinter uns jeweils ein Spielmannszug unterwegs und deren tiefe Trommeln machten mir durchaus das Leben schwer. Erhöhte Konzentration schließlich brachte mich und die Soldaten hinter mir nicht aus dem Tritt.

Da dieses Jahr die Bürgerwehren vor dem eigentlichen Umzug liefen hätten wir die Möglichkeit gehabt, den kompletten Umzug anzusehen, doch wir zogen es vor, nach dem langen Marsch eines der zahlreichen Bierzelte aufzusuchen, um den Umzug Revue passieren zu lassen und plauderten in entspannter Umgebung über die guten Eindrücke, die wir gewonnen haben.
Nicht nur das außerordentlich gute Wetter, sondern gerade auch die gute Stimmung und das Bewusstsein, das alles wie erhofft funktioniert hat machen diesen Tag unvergesslich.

